Produkdetails

    Schöner Pauken - Pastimes with good timpani für Pauke (dt/en)

    Preis
    19,80 € Inkl. 7% zzgl. Versandkosten
    Verlag:  Leu Verlag
    Verlagsnummer:  LEU194
    Bestellnummer:  GN193807
    Inhalt / Infotext
    Rhythmische Genauigkeit durch fließende Bewegungen
    Rhythmic Accuracy throughflowing Movements
    Beim Pauken produzieren wir unsere Töne mit den Bewegungender Hände und Arme.
    Wenn wir rhythmische Genauigkeit anstreben, sollten wiralso die Bewegungen
    dementsprechend organisieren und strukturieren.
    Aber wasbedeutet das? Wie mussen Bewegungen beschaffen sein, damit sie
    rhythmischeGenauigkeit begunstigen?
    Wenn sich Einzelbewegungen ununterbrochen immergleich wiederholen, entstehen
    regelmäßige bzw. zyklische Bewegungsabläufe.Weil sie wegen ihrer
    Gleichförmigkeit
    so berechenbar sind, eignen sich geradeBewegungsabläufe dieser Art fur unsere
    Zwecke ganz besonders.
    Wir alle kennenzyklische Bewegungsabläufe beispielsweise vom Gehen, wenn wir
    von A nach Bgelangen wollen. Einmal in Gang gesetzt, laufen(buchstäblich!)
    die
    Bewegungen prinzipiell nach dem immer gleichen Muster ab.Und zwar
    weitestgehend
    automatisch. Es ist nicht notwendig, die einzelnenSchritte jeweils gesondert
    zu
    beauftragen. Auch die Schrittgröße und dieSchrittgeschwindigkeit ändern sich
    nur
    durch eine bewusste Entscheidungunsererseits. Diese Autonomie der Bewegungen
    hat den Vorteil, dass wirzeitgleich andere Dinge tun können: wir können uns
    nebenbei
    unterhalten, mitden Händen etwas tun, etc.
    Diese autonome Regelmäßigkeit ist aber keineQualität, die nur unseren Fußen
    und
    Beinen vorbehalten ist. Als ehemaligeVierbeiner sind auch unsere Hände und
    Arme
    grundsätzlich dazu befähigt.
    Wennich beispielsweise mit einer Hand eine fließende, kontinuierlicheFolge
    von
    Schlägen spiele, denke ich hierbei nicht an Dinge wie Tempo,Rhythmus, Metrum
    o.ä.
    Unabhängig von der obligatorischen akustischenKontrolle des Geschehens ist
    es mir
    ganz besonders wichtig, dieRegelmäßigkeit der Bewegungen zu fuhlen, die sich
    auf
    verschiedene Weisebemerkbar macht:
    durch die immer gleiche Bewegungsgröße
    durch die immergleiche Bewegungsgeschwindigkeit
    durch die immer gleiche Aktivität derbeteiligten Muskeln
    durch die immer gleiche 'Antwort' (rebound) desschwingenden Fells
    Auch hier ist es so, dass diese Schläge quasi autonomablaufen, was mir
    wiederum
    die Möglichkeit eröffnet, mit der anderen Handetwas anderes zu tun. Und das
    ist gut
    so, denn wir sollen ja nicht immer nurgleichbleibende Schlagfolgen pauken.
    Hinsichtlich der angestrebtenrhythmischen Genauigkeit besteht nun die
    Herausforderung darin, auch beikomplexeren Rhythmen möglichst viel von der
    Berechenbarkeit undVerlässlichkeit zyklischer Bewegungsabläufe zu bewahren.
    Je
    mehr sich dieeinzelnen Bewegungen zu einem kontinuierlichen Bewegungsfluss
    verbinden, undje besser sich die Bewegungen der einzelnen Hände miteinander
    verzahnen,desto ruhiger und berechenbarer werden die Bewegungen, was sich
    unmittelbarauf die rhythmische Zuverlässigkeit auswirkt. Im Idealfall
    entstehthierbei
    bisweilen ein Gefuhl, das manch einer vielleicht vom Jonglierenkennt: ein
    lustvolles
    Ineinandergreifen der Aktivitäten beider Hände, bei demes nie zu einem
    Stillstand
    kommt. Dass sich das Ganze auch noch positiv aufden Klang auswirkt und ganz
    nebenbei tatsächlich eine ganz eigene Ästhetikmit sich bringt, ist naturlich
    sehr
    willkommen.
    Wie genau so etwas beimPauken durch Koordination der beiden Hände und
    behutsame Modifikationregelmäßiger Schlagabfolgen gelingen kann, wird das
    Thema
    der nachfolgendenÜbungen sein.
    Und die funktionieren folgendermaßen:
    Es werden beispielhaft 13unterschiedliche Bewegungs- bzw.
    Koordinationsmodelle
    behandelt. Bei jedemdieser Modelle wird zu Beginn das jeweilige Prinzip im
    sogenanntenAusgangstakt vorgestellt. Hier arbeiten die Hände zunächst
    synchron.
    Aufdiese Weise kann gut kontrolliert werden, ob die Qualität derBewegungen
    auf
    beiden Seiten identisch ist. Anschließend spielen die Händemit genau
    denselben
    Bewegungen zeitlich versetzt, was zu rhythmischenVeränderungen fuhrt.
    Wichtig ist hierbei, dass die angegebenen Tempoangabengenau beachtet werden.
    Außerdem sollten alle Übungen mit ausreichend großenBewegungen gespielt
    werden
    (im forte -Bereich), um die Koordinationsvorgängegut nachvollziehbar zu
    machen.
    Anstelle von Handsätzen habe ich eine Notationgewählt, bei der die Noten der
    einen
    Hand uber der Linie, die Noten deranderen Hand unter der Linie zu finden
    sind. Ich
    empfehle, jedes Modellzunächst mit ein und derselben Rollenverteilung
    durchzuarbeiten (z.B. linkeHand oben, rechte Hand unten) und danach das Ganze
    mit vertauschten Rollen zuwiederholen.
    Die einzelnen Übungstakte sollten außerdem auf zweierlei Artgeubt werden:
    Mit Wiederholungen (als ununterbrochener Loop).
    Als abgesetzteEinzeltakte, um sowohl die Ausholbewegungen aus dem
    Stillstand als auch denAbschluss der Bewegungen zu uben.
    Hier sei darauf hingewiesen, dass nachausnahmslos jedem Schlag der Schlägel
    aktiv
    aus dem Fell gefuhrtwird:
    Entweder schließt sich direkt der nächste Schlag an
    oder es folgt einZwischenschwung
    oder die Bewegung des Schlägels endet nach dieser letztenBewegung aus
    dem Fell heraus. When we play timpani, we produce our soundsthrough the
    movements of our hands
    and arms. When we strive for rhythmicprecision, we should therefore
    accordingly
    organize and give structure tothese motions. But what does that mean? How can
    movements be executed, inorder for them to be favourable for precision?
    When single movements areconstantly repeated without interruption, they
    develop
    into regular cyclicalmotion sequences. And since they are so uniform and
    predictable,
    they areparticularly suitable for our purposes.
    Examples of cyclical motion sequencesare familiar to us through walking,
    when we
    want to get from point A to pointB. Once we get started, the movements
    always follow
    the same patterns,largely automatically. It's not necessary to consciously
    command
    theindividual steps. The size and speed of our steps change only througha
    conscious
    decision on our part. This autonomy and independence of movementhas the
    advantage that we can do other things simultaneously: we can chat,converse,
    do
    something with our hands at the same time, etc.. However, thisindependence of
    regularity is by no means reserved just to our feet and legs.Through
    evolution (formerly
    we were four-legged!) our hands and arms arefundamentally capable of doing
    this
    too.
    For example, if I play a flowingcontinuous series of strokes with one hand,
    I'm not
    actually thinking aboutthings like tempo, rhythm, meter etc. Regardless of
    the
    necessary acousticcontrol of what is happening, it is particularly important
    for me to
    feel theregularity of movement, which I perceive in various ways:
    by the sameconstant size of movement
    by the same constant speed of movement
    by the sameconstant activity of the muscles involved
    by the same constant answer(rebound) from the vibration of the skin
    Here too, these strokes become moreor less independent, so in turn this
    gives me the
    opportunity to do somethingcompletely different with the other hand. And
    that is a
    good thing, becausewe shouldn't be doing incessantly the exact same strokes.
    With
    regard to therhythmic accuracy that we are aiming for, our challenge is now
    to retain
    asmuch of our steadiness and reliability as possible, even when playingmore
    complex
    rhythms. The more the individual movements are combined toachieve a
    continuous
    flow of movement, and the better the movements of eachhand interlock, the
    calmer
    and more predictable the movements become.Obviously this has an immediate
    effect
    on your rhythmic steadiness. Ideally,a feeling could arise here that some
    people may
    know from juggling: anautomatic and perpetual interlocking of activities of
    both hands,
    that neverseems to stop and is by the way a lot of fun! The fact that the
    wholeprocess
    also has a positive effect on your sound is of course a very welcomeaspect.
    It also
    has its own personal aesthetic!
    The following exercisesillustrate how exactly just a careful adjustment of
    repeated
    stroke sequencescan succeed in coordinating your hands effectively while
    playing.
    And itworks like this:
    We have 13 examples of different movement and coordinationmodels to deal
    with.
    At the beginning of each of these models an idea ispresented in a reference
    measure. Here your hands are simply synchronized.This way you can evaluate
    your
    movements effectively to assure that bothsides are identical in quality.
    Then your
    hands carry out the exact samemovements, but time-shifted, which causes
    changes
    in rhythm.
    Here it isextremely important that the indicated tempi are strictlyobserved.
    Furthermore all exercises should be played with rather largemovements (in
    the forterange)
    in order to perceive and comprehend thecoordination process.
    Instead of using sticking indications (R and L) I havechosen a means of
    notation where
    one hand is notated above the line and theother below the line. I recommend
    working
    through each model with the sameassignment (eg. left hand above, right hand
    below)
    and afterwards do them allover again the other way around.
    Each practice measure should be practiced intwo different ways:
    Repeatedly as a continuous loop.
    As a single measure inorder to practice the preparatory up-beat movement
    from the standstill andalso to be aware of the conclusion of the motion.
    It should be pointed outhere that after every stroke without any exception
    the mallet
    is to beactively pulled away from the playing surface:
    Either the next stroke followsdirectly
    or there is an intermediary swing
    or the movement of the malletconcludes after this last motion away from the
    skin.